Valcoria
Die Welt existiert in Form einer gewaltigen, linsenförmigen Scheibe. Diese Geometrie ist für die geologische Stabilität und das kosmische Gleichgewicht von zentraler Bedeutung. Im Zentrum weist die Scheibe eine Mächtigkeit von 800 Kilometern auf, während sie zu den äußeren Rändern hin auf eine Dicke von 100 Kilometern abnimmt. Diese bauchige Form fungiert als stabilisierender Kiel im kosmischen Gefüge.
Durch die enorme Tiefe im Mittelpunkt verfügt die Welt über einen flüssigen Kern aus Magma, der die tektonischen Prozesse und den Vulkanismus der Oberfläche speist. Die Unterseite der Scheibe hingegen bildet eine lebensfeindliche, luftlose Zone aus glattem Stein und Glas.
Das Zusammenspiel von Zeit und Orientierung basiert auf drei spezifischen Bewegungsabläufen
Die Drehung um die eigene Mittelachse legt die Himmelsrichtungen fest und bildet die Grundlage für jede Form der Kartografie.
Die Scheibe folgt einer elliptischen Bahn um die Sonne. Die variierende Distanz zum Gestirn steuert dabei den Wechsel der großen Jahreszeiten.
Eine taumelnde Bewegung, sorgt für den Tag-Nacht-Rhythmus. Dieser „Hüftschwung“ führt dazu, dass die Oberseite periodisch in das Sonnenlicht eintaucht oder im Eigenschatten der Scheibe liegt.
Das Bestehen der Welt wird durch physikalische Barrieren und strukturelle Anpassungen gesichert. Da die torkelnde Bewegung enorme Fliehkräfte freisetzt, sind die äußeren Randzonen fragmentiert und elastisch aufgebaut, um einen Bruch der Scheibe zu verhindern.
Ein äußeres Kraftfeld, das Firmament, übt zudem einen konstanten Druck auf die Ränder aus. Dadurch wird die Atmosphäre umschlossen und das Abfließen der Ozeane in das Vakuum des Raums unterbunden. Der für Lebewesen bewohnbare Raum beschränkt sich primär auf den massiven Mittelteil der Scheibe, da nur dort eine gleichbleibende Gravitation und ein stabiles Klima gewährleistet sind. Je weiter man sich vom Zentrum entfernt, desto instabiler werden die wirkenden Schwerkraftverhältnisse.